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Warum Ihre Website Kunden verliert, bevor sie überhaupt Kontakt aufnehmen

· 4 Min. Lesezeit ·

Ein potenzieller Kunde findet Ihre Website über Google. Er klickt. Die Seite lädt. Und lädt. Und lädt. Drei Sekunden später ist er weg. Zurück in den Suchergebnissen, zum Mitbewerber.

Das ist keine Theorie. Studien zeigen: 53% der mobilen Nutzer verlassen eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt. Für E-Commerce steigt die Abbruchrate mit jeder Sekunde Ladezeit um ca. 7%. Und Google bestraft langsame Seiten im Ranking. Doppelt verloren.

Das Paradoxe: Die meisten dieser Abwanderungen passieren still. Kein Feedback, keine Beschwerde. Der Kunde ist einfach nicht da.

Was Core Web Vitals wirklich messen

Google hat drei Metriken eingeführt, die direkt beeinflussen, wie eine Seite rankt und wie Nutzer sie erleben:

LCP (Largest Contentful Paint) Wie lange dauert es, bis der größte sichtbare Inhalt (oft ein Hero-Bild oder eine Überschrift) gerendert ist? Ziel: unter 2,5 Sekunden. Typische WordPress-Seiten mit Page Builder, mehreren Plugins und externen Schriftarten: 4–8 Sekunden.

CLS (Cumulative Layout Shift) Wie stark verschiebt sich das Layout während des Ladens? Wenn Elemente springen (weil Bilder keine definierten Dimensionen haben oder Fonts nachladen), ist die CLS-Wertung schlecht. Ziel: unter 0,1. Schlechte CLS-Werte führen dazu, dass Nutzer auf Elemente klicken, die plötzlich verrutscht sind: frustrierend und vertrauensvernichtend.

INP (Interaction to Next Paint) Wie schnell reagiert die Seite auf Nutzereingaben? Klicks, Formulareingaben, Hover-Effekte. Ziel: unter 200 Millisekunden. Träge JavaScript-lastige Seiten scheitern hier regelmäßig.

Das WordPress-Problem

WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt, und für viele Anwendungsfälle eine vernünftige Wahl. Aber im Performance-Bereich kämpft es mit strukturellen Problemen:

  • Page Builder (Elementor, Divi, WPBakery) generieren aufgeblähtes HTML und laden dutzende JavaScript-Dateien
  • Plugin-Overhead: Jedes Plugin fügt HTTP-Requests, Datenbankabfragen und JavaScript hinzu
  • PHP-Rendering: Jede Anfrage wird serverseitig gerendert, auch wenn sich der Inhalt selten ändert
  • Theme-Bloat: Kommerzielle Themes liefern hunderte CSS-Klassen mit, von denen 90% nicht genutzt werden

Das Ergebnis: Lighthouse-Scores von 30–60 bei mobilen Geräten sind bei Standard-WordPress-Installationen keine Seltenheit.

Wie Astro das Performance-Problem grundlegend löst

Astro ist ein modernes Web-Framework mit einer ungewöhnlichen Philosophie: JavaScript sollte standardmäßig nicht an den Browser ausgeliefert werden.

Stattdessen generiert Astro zur Build-Zeit statische HTML-Dateien. Diese werden dann direkt vom CDN ausgeliefert, ohne Server-Rendering, ohne Datenbankaufruf, ohne PHP. Das Ergebnis:

  • Lighthouse 95+ als Baseline, nicht als erreichtes Ideal
  • LCP unter 1 Sekunde bei optimierten Bildern und Fonts
  • Keine CLS-Probleme, weil Layouts statisch definiert sind
  • Minimales JavaScript, nur dort, wo es wirklich interaktiv sein muss

Für typische Unternehmenswebsites (Leistungsseiten, Portfolios, Kontaktformulare) ist Astro die technisch überlegene Wahl.

Was Performance für Ihr Geschäft bedeutet

Zahlen helfen, das abstrakt klingende Performance-Thema greifbar zu machen:

  • Google bevorzugt schnelle Seiten im Ranking, was bessere Positionen bei gleicher Qualität des Contents bedeutet
  • Eine Verbesserung der LCP von 4s auf 1,5s kann die Conversion-Rate um 15–25% steigern (Quelle: Google/SOASTA-Studie)
  • Schnelle Seiten werden öfter geteilt und verlinkt, was mehr organischen Traffic bringt

Für Freiberufler und kleine Unternehmen bedeutet das: Ein Auftrag mehr pro Quartal rechnet eine professionelle Website-Investition bereits aus.

Das Design-Problem: Warum “gut genug” nicht reicht

Neben Performance gibt es einen zweiten, oft unterschätzten Faktor: Vertrauen durch Design.

Template-Websites mit Standard-Layouts, generischen Stock-Fotos und austauschbaren Texten kommunizieren implizit: “Wir haben uns keine besondere Mühe gegeben.” Ein durchdachtes, individuelles Design hingegen kommuniziert Kompetenz, bevor ein einziges Wort gelesen wurde.

Das bedeutet nicht zwingend aufwendiges Branding oder teure Agentur-Shoots. Es bedeutet:

  • Konsistente Typografie und Farbgebung
  • Sorgfältig formulierte Texte, die echten Mehrwert kommunizieren
  • Klare Call-to-Actions, die den Nutzer führen
  • Mobile-First-Design, das auf allen Geräten funktioniert

Was eine moderne Website 2026 können muss

Eine checkliste für Websites, die konvertieren:

  • Lighthouse Performance Score: 90+ (mobil und Desktop)
  • LCP < 2,5 Sekunden auf mobilem 4G
  • Self-hosted Fonts: keine Google Fonts (DSGVO + Performance)
  • Optimierte Bilder: WebP-Format, definierte Dimensionen, Lazy Loading
  • Semantisches HTML: korrekte Heading-Hierarchie, <main>, <article>, <nav>
  • Strukturierte Daten: JSON-LD für bessere Suchergebnis-Darstellung
  • Kontaktformular mit Backend: kein einfaches mailto: Link

Die gute Nachricht: Mit Astro und Tailwind CSS ist all das kein Aufwand. Es ist der Default.

Fazit: Ihre Website ist Ihr bester Vertriebsmitarbeiter

Oder Ihr schlechtester. Sie arbeitet 24/7, spricht mit jedem Interessenten und macht den ersten Eindruck, bevor Sie auch nur wissen, dass jemand interessiert ist.

Eine langsame, generische Website kostet Sie täglich Kunden. Nicht dramatisch, nicht auf einmal, aber kontinuierlich, im Hintergrund, ohne Feedback.

Wollen Sie wissen, wie Ihre aktuelle Website aufgestellt ist? Unsere Web-Development-Services zeigen, was möglich ist und was ein Neustart konkret kosten würde.

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